Neujahrsempfang TVD Dreieichenhain

01.02.2009 10:00

Integration ist für den Dreieichenhainer Turnverein eine Herzensangelegnheit

 

Dreieichenhain - Empfang zum neuen Jahr mit mehr als 300 Gästen / Verein hat Mitglieder aus 26 Nationen in seinem Reihen

Das Dreieicher Blasorchester unterhielt die Gäste im voll besetzten Sportzentrum an der Koberstädter Straße. Foto: Sauda

Das Dreieicher Blasorchester unterhielt die Gäste im voll besetzten Sportzentrum an der Koberstädter Straße. Foto: Sauda

(es) Der Neujahrsempfang des Turnvereins Dreieichenhain (TVD) stand gestern unter dem Motto „TVD - ein Verein für Sport-Integration“ und demzufolge ganz im Zeichen der Integration. In einem kurzweiligen und abwechslungsreichen Programm präsentierte der Verein sein Angebot, seine Leistungen und ehrte verdiente Mitglieder sowie rund 130 erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler aus seinen reihen.

Musikalilsch untermalt wurde der Vormittag von den Kulturpreisträgern des vergangenen Jahres, nämlich dem Blasorchester Dreieich unter Leitung von Chefdirigent Dietmar Schrod. Es spielten Musik aus Italien, Frankreichk England und Ägypten. Außerdem gab es eine Einführung und etliche Hinweise zum „Sportinformationstag“, der am 17. Mai über die Bühne geht.

Die mehr als 300 Gäste in der vereinseigenen Halle an der Koberstädter Straße erlebten unter dem Motto „Sports international im TVD“ eine etwa einstündige Schau mit dem Titel „Integration mit dem Herzen der Kinder“. Sie zeigte die bunte, internationale Vielfalt des Vereins auf.

Eröffnet wurde die Vorführung von der „Mutter und Kind Turnen“-Gruppe, die es seit 42 Jahren im TVD gibt und die von Karl Heinz Winkel geleitet wird.

In späteren Aufführungen standen Vertreter der Boule-Abteilung, die Sabine Wagener und Dr. Andreas Capewell leiten, als Franzosen auf der Bühne. Die Dart-Spieler von Oliver Diener und seinem Team verkörperten die Engländer und Teilnehmer von Karin Metjes Qigong-Gruppe und Yin Wah Schneiders Tai Chi Chuan-Gruppen standen für China.

Die Hatha Yoga-Gruppe von Sabine Häder stellte die indische Fraktion dar, während die Aikido-Gruppe von Heike Bizet die japanische repräsentierte. Ägypten war durch die Sportkegler unter der Leitung von Manuel Knecht vertreten. Die Tarantella-Tänzer, angeleitet von Marianna Velardi vom Verein „Piè veloce d‘Italia“, standen für die Italiener. Im übrigen verbindet den TVD seit mehr als einem Jahr eine intensive Partnerschaft mit dem italienischen Verein „Piè veloce d‘Italia“, dessen Vorsitzende Giuseppina Nequirito ist. Sie führte die Gäste gemeinsam mit Gerhard Liebermann vom TVD-Hauptvorstand durch die Schau.

Im TVD finden sich zurzeit 26 Nationen: „Wir haben einen Ausländeranteil von zehn Prozent“, sagte Gerhard Liebermann.

Im Ehrungsblock der Veranstaltung zeichneten Vorsitzender Gehard Knies und Gerhard Liebermann Claus Schmidkunz dafür aus, dass er dem Verein seit einem Vierteljahrhundert angehört. Ebenfalls seit 25-Jahren gehören dem TVD Albert Beilstein, Hans Peter Breitenbach, Horst Geppert, Michaela Lenhardt, Inge Elisabeth Schäfer und Wolfgang Schäfer an.

Vier Jahrzehnte halten bereits Severino Burlon, Reinhold Gröger, Herbert Neubecker und Edgar Stoffels dem TVD die Treue.

Vor einem halben Jahrhundert sind Karlheinz Lenhard, Gretel Merz, Elfriede Pfannemüller, Alfred Reinhardt, Gerold Schmid sowie Karlheinz Schüller dem TVD beigetreten.

In seiner Rede lobte Bürgermeister Dieter Zimmer den Turnverein, „weil er sich jedes Jahr aufs Neue allen Herausforderungen stellt“. Zudem betonte der Rathauschef die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Dreieicher Schulen als „hervorrgenden Weg, den Verein weiter zu öffnen“.

Die Verantwortlichen, so Zimmer weiter, „warten nicht auf die Mitglieder, sondern gehen auf sie zu“. Der Club suche die Begnung und bemühe sich, Menschen in den Verein zu integrieren

„Deutschland ist ein Einwanderungsland und Intergration ein wichtiges Thema“, hob Peter Dinkel, Vorsitzender des Sportkreises Offenbach, in seiner Ansprache hervor. Dinkel pries die Integrationsarbeit des Vereins, der seinen Teil dazu beitrage, „die Menschen vollständig zu einzugliedern“. Auch nach seinem Dafürhalten funktioniere die Zusammenarbeit zwischen dem TVD und den Schulen „sehr gut“.

Doch gerade in diesem Punkt brachte Dinkel nicht nur Lob an, sondern übte auch Krititk. „Was zu wünschen übrig lässt, ist die Zusammenarbeit in Bezug auf das Sportabzeichen.“ Zu wenige Schulen, nämlich nur 21 von 125 im Kreis, beteilgten sich an dieser Aktion, „die von enormer Wichtigkeit ist“.

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