Jahreskonzert 2009

29.11.2009 17:00

Musical Gala im Bürgerhaus

Internationale Gesangsstars zu Gast beim Blasorchester Dreeich

 

Die großen Momente großer Musicals bildeten den Programmkern des diesjährigen Weihnachtskonzerts des Blasorchesters Dreeich im Bürgerhaus Sprendlingen. Und auch dieses Jahr konnte das Orchester und sein ambitionierter Leiter Musikdirektor Dietmar Schrod wieder hochkarätige Gäste auf der Bühne begrüßen: Mit der Musicalsängerin Kerstin Ibald und dem Tenor Daniel Sans betraten zwei herausragende Vertreter ihres jeweiligen Fachs die Bühne, jeder von internationalem Rang, und rissen gemeinsam mit dem professionell spielenden Orchester das Publikum sofort mit.

 

 

Vor dem Hauptprogramm stellten sich zunächst aber die jüngsten Musiker des Vereins unter der Leitung von Rüdiger Kling vor, wobei einige zum allerersten Mal auf der Bühne saßen. Mit Kompilationen aus den Filmmusiken zu “Der König der Löwen” und “Harry Potter und der Feuerkelch” konnten Dirigent und Musiker bereits durchaus überzeugen, wobei das abschließende “High School Musical 2” den Ausführenden aber offensichtlich das größte Vergnügen bereitete. Nach der Zugabe “Dead Man’s Chest” wurde dann die Moderation an Jürgen Groh übergeben, der wie immer kenntnisreich und launisch-humorvoll das Publikum durch das Programm des Nachmittags begleitete. Das große Orchester unter Dietmar Schrods gewohnt präzisem und zupackendem Dirigat eröffnete sein Programm mit einem Medley aus Frederick Loewes “My fair Lady” wobei vor allem die rhythmisch geradlinigen Abschnitte mitreißend wirkten und am meisten überzeugten. Dann die erste Gesangsnummer des bereits im letzten Jahr hier aufgetretenen Tenors Daniel Sans, der Song “Any Dream will do” aus Andrew Lloyd-Webbers “Joseph” - Musical. Hier fand Sans auf Anhieb genau die richtige Mischung aus tenoralem Schmelz und Stimmgewalt und hatte das Publikum sofort auf seiner Seite, ebenso restlos überzeugte er mit “The Music of the Night” aus “Phantom of the Opera”. Mit einer sonoren und voluminösen Musicalstimme par excellence in reinster Intonation und unerschütterlicher rhythmischer Sicherheit verzauberte die Wienerin Kerstin Ibald in zwei Nummern, “I dreamed a Dream” aus “Les Miserables” und “Memory” aus “Cats” die Zuhörer. Hatte das Orchester hier naturgemäß jeweils reine Begleitfunktion wurde mit einem Medley aus “Tanz der Vampire” noch einmal rein instrumental aus dem Vollen geschöpft, kraftvoll und rhythmisch war dies ein äußerst gelungener Abschluss der ersten Programmhälfte.

Auch im zweiten Teil blieb man beim effektvollen Wechsel von Instrumenten und Stimmen. Zunächst begann das Orchester unter Vizedirigent Knöchel mit Johann de Meys Bearbeitung bekannter Filmthemen von Ennio Morricone, “Moment for Morricone”, worauf Daniel Sans gänzlich den Bereich des Musicals verließ und sich mit “O Sole mio” und “Funiculì - Funiculà” zu unverfälschter tenoraler Italianità bekannte. Mit Agustín Laras “Granada” präsentierte er einen weiteren fulminanten Tenorhit und immer beherrschte er mit großem dynamischen Umfang das faszinierende Wechselspiel von Intimität und auftrumpfender Strahlkraft. Kerstin Ibald blieb bei ihrer großen Stärke, dem Musical: Mit “Ich gehör nur mir” aus “Elisabeth” und “I am what I am” aus “La Cage aux Folles” zeigte sie erneut, warum sie eine international gesuchte Interpretin an großen Musicalbühnen ist. Klare Textverständlichkeit auch in problematischen Lagen, beeindruckende Dynamik und ein wirklich individuelles Timbre zeichnen die Sängerin aus und begeisterten das Publikum. Als Abschluss wieder Orchester “solo”: Naohiro Iwais grandiose Bearbeitung einiger Nummern der “West Side Story” waren für das große Orchester definitiv der Höhepunkt des Programms. Hier wurde jeder gefordert, in “America” und “Mambo” vor allem kam die Batterie mit vielfältigstem Schlagwerk zum Einsatz und der rhythmische Drive brachte den Saal in Schwung. Die begeisterte Zuhörerschaft entließ die Musiker denn auch erst nach drei Zugaben und man darf jetzt bereits auf das nächstjährige Konzert gespannt sein: Allen Freunden symphonischer Bläsermusik sei ein Besuch empfohlen, Laienmusik dieses Niveaus hört man nicht zu oft! Einen jedenfalls Glückwunsch an die Musiker und Dirigenten zu diesem beeindruckenden Konzert. C. Rech

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