Jahreskonzert 2010

05.12.2010 17:00

 

Gala der Filmmusik im Bürgerhaus

Musikalische Kinohits mit dem Blasorchester Dreeich

Seit die ersten bewegten Bilder noch stumm und wortlos über die Leinwände flimmerten sind Film und Musik zwar unzertrennlich, doch gab es von Anfang an die auch außerhalb des Kinos lebensfähige Filmmusik und dieser war das diesjährige Weihnachtskonzert des Blasorchesters Dreeich im Bürgerhaus Sprendlingen gewidmet. Wie bereits in den Jahren zuvor war es auch diesmal dem Dirigenten Dietmar Schrod gelungen, hochkarätige Gesangssolisten zur Ergänzung des Blasorchesters zu gewinnen. Und so konnte das enthusiastische Publikum im ausverkauften Bürgerhaus die Sängerinnen Kira Primke und Simone Kerchner begrüßen, die beide nicht nur für vokalen Glanz sorgten.

 

Vor dem Hauptprogramm stellten sich zunächst aber die jüngsten Musiker des Vereins unter der Leitung von Rüdiger Kling vor, auch dies mittlerweile gute Tradition. Mit einem Potpourri aus Musik zu Disneyfilmen wie “Aladin” und “Bärenbrüder” gefolgt von Danny Elfmans “Batman” überzeugten Dirigent und Musiker, wobei die abschließenden ABBA - Songs am besten gelangen. Glückwunsch übrigens nicht nur zur musikalischen Leistung des Nachwuchses: Die witzige Moderation war ein echter Höhepunkt! Nach der Zugabe “Thank you for the Music” wurde dann die Moderation an Jürgen Groh übergeben, der gewohnt humorvoll und informativ das Publikum durch das Programm des Nachmittags führte.

Jetzt eröffnete das große Orchester unter Dietmar Schrods präzisem und engagiertem Dirigat sein Programm mit einem Medley aus Nino Rotas Filmmusiken. Es erklangen unter anderem “Krieg und Frieden” mit deutlichen Mussorgskij - Anleihen, die popigen Tanzrhythmen von “La dolce Vita” und natürlich “Der Pate”. Dann folgte mit dem Begrüßungssong aus Kander und Ebbs “Cabaret” der erste Auftritt der Musicalsängerin Simone Kerchner, die hier genau den richtigen, leicht zwielichtigen Ton traf und Kira Primke brillierte mit der Vokalise aus Alexander Courages weltberühmtem “Star Trek” - Thema, deren Umfang von anderthalb Oktaven die ausgebildete Opernsängerin glänzen ließ. Auch bei den nächsten beiden Nummern platzierten die Solistinnen ihre jeweiligen Stärken, Simone Kercher mit “The Rose” aus dem gleichnamigen Film und Kira Primke mit “I dreamed a Dream” aus “Les Misérables”. Das Orchester, das sich bei der Begleitung der ruhigen Nummern mit homogenem Klang naturgemäß zurückgehalten hatte, durfte beim folgenden “Dschungelbuch” - Medley wieder richtig auftrumpfen: Inklusive Tierballett und Gesangseinlage konnten Musiker und Dirigent aus dem Vollen schöpfen, alle Instrumentengruppen waren ausgelastet und entließen hiernach das begeisterte Publikum in die Pause.

Der effektvolle Wechsel von Instrumentalklang und Gesang setzte sich im zweiten Teil fort und so eröffnete das Orchester unter Vizedirigent Markus Knöchel mit einem virtuosen Potpourri aus “The Lion King” worauf die Sängerinnen wieder die Leinwand übernahmen. Gleich zwei Titel aus “James Bond” - Filmen, “Diamonds are forever” und “The World is Not enough”, umrahmten den Song “Big Spender” aus “Sweet Charity” und wurden gefolgt von “Over the Rainbow” aus “The Wizard of Oz”. In diese ungemein bekannten Songs den richtigen Ausdruck zu legen, stimmlich wie mimisch, ist keine leichte Aufgabe, doch Kira Primke und Simone Kerchner meisterten sie bravourös. Gekonnt erfüllten sie das gesamte Spektrum zwischen der James Bond - Härte und der Lyrik des Regenbogenliedes und man hätte sich durchaus ein Duett gewünscht - doch dafür musste man bis zur Zugabe warten. Dafür zog das große Orchester nach vier Liedbegleitungen beim Score zu “Pirates of the Caribbean: At World´s End” wieder wortwörtlich alle Register. Kein Instrument blieb unbedacht, sogar singen musste das gesamte Orchester bei diesem äußerst effektvollen Arrangement, das die großen Szenen des Films adäquat illustrierte und den Musikern stehende Ovationen einbrachte. Kein Wunder also, dass das begeisterte Publikum vier Zugaben forderte und erhielt - darunter mit “I will follow him” aus “Sister Act” auch endlich ein Duett der Sängerinnen. Einen Glückwunsch an alle Beteiligten: Erneut haben Dietmar Schrod und seine Musiker ein beeindruckendes Beispiel ihres Könnens und ihres Engagements gegeben und bereits Vorfreude auf das nächstjährige Konzert entstehen lassen!

C. Rech

 

 

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